Gamberini: Warum ich meinen Nachnamen auf eine Tasche gesetzt habe – und ganz Bologna hineingesteckt habe.
Als es an der Zeit war, meiner Marke einen Namen zu geben, habe ich keine Sekunde gezögert. Ich hätte mir etwas Internationales, Evokatives, am Reißbrett Entworfenes ausdenken können. Ich habe mich für meinen Nachnamen entschieden.
Ein Name, der eine Adresse ist
In Bologna ist Gamberini nicht nur ein Nachname. Es ist ein Wort, das die Straßen des Zentrums, die Cafés unter den Arkaden, die sanfte Arbeitsmoral, die in der DNA dieser Stadt liegt, heraufbeschwört. Gamberini zu wählen, war meine Art, ohne Filter zu erklären, woher ich komme. Jeder, der eine meiner Taschen in der Hand hält, trägt ein Stück Bologna mit sich – die älteste akademische Stadt der Welt, mit ihrer vielschichtigen Kultur und ihrer nie zur Schau gestellten Eleganz.
Die Verantwortung einer Unterschrift
Den eigenen Nachnamen auf ein Produkt zu setzen, ist ein Akt des Mutes. Es bedeutet, persönlich für jede Naht, für jedes ausgewählte Stück Leder, für jede Tasche, die aus Simones Werkstatt in San Mauro Pascoli kommt, zu garantieren.
Das ist kein Marketing: Es ist ein Pakt. Mit denen, die Gamberini wählen, mit der Stadt, die mich geprägt hat, mit meinen Wurzeln.
Tradition in Bewegung
Heute Gamberini zu sein, bedeutet, die Vergangenheit – die Geschichte dieser Bologneser Familie – zu ehren, mit Blick auf die Zukunft. Die Herausforderung besteht darin, einen historischen Namen zeitgemäß zu gestalten, ihn zu einem Synonym für Innovation zu machen, ohne seine Seele zu verraten.
Denn am Ende sind es nicht die Moden, die bleiben. Es sind die Geschichten, die einen Vor- und Nachnamen haben.